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Solarstrom e.Guide

Alles, was Du
wissen musst

Sich und die Familie mit selbst erzeugtem Solarstrom unabhängiger zu versorgen,
liegt deutschlandweit immer mehr im Trend. Wer sich rund um das Thema Solaranlagen und Stromspeicher schlau machen will, findet hier im e.Guide nützliche Informationen.

Solarstrom Know-how

Eigenen Strom erzeugen und Speichern

Du willst mit eigens erzeugtem Solarstrom nachhaltig unabhängiger vom Energieversorger und steigenden Strompreisen werden? Hier findest Du hilfreiche Antworten und Hinweise, was Du auf Deinem Weg zum Strom-Selbstversorger beachten und wissen solltest.

7 praktische Tipps

Eigenverbrauch effizient steigern

Wer mehr von seinem eigenen günstigen Solarstrom im Haushalt verbraucht, benötigt weniger vom teureren Versorgerstrom und spart somit bares Geld. Diese Tipps helfen Dir, den Eigenverbrauch zu erhöhen und so den grünen Strom aus der Solaranlage noch effizienter zu nutzen.

Sich und die Familie mit eigens erzeugtem Strom selbst zu versorgen, liegt deutschlandweit immer mehr im Trend. Umwelt- und Kostenbewusstsein sind dabei gleichermaßen motivierend. Mit einer Solaranlage und einem Stromspeicher steht Ihren Plänen nichts im Wege. Wollen auch Sie nachhaltig unabhängiger vom Energieversorger und steigenden Strompreisen werden? Dann haben Sie sicher so manche Frage zum Thema „Eigenen Strom erzeugen und speichern“. In unserem folgenden Solarstrom e.Guide finden Sie einige der wichtigsten Antworten und Hinweise, was Sie auf dem Weg in Ihre Zukunft als Strom-Selbstversorger beachten und wissen sollten.

Ja. Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen sich mit der Volleinspeisung von erzeugtem Solarstrom ins öffentliche Netz gute Erträge erzielen ließen – schließlich sank die staatliche EEG-Vergütung bisher stetig von einst bis zu 30 Cent auf derzeit 9,44 Cent pro Kilowattstunde (Stand April 2020) für Solaranlagen mit einer maximalen Leistung bis 10 Kilowatt. Dennoch bringt Ihnen eine PV-Anlage rechnerisch langfristig Vorteile: indem Sie den selbst erzeugten Solarstrom nämlich überwiegend selbst nutzen.

Einerseits mindert Ihr Eigenverbrauch die Strommenge, die Sie vom Energieversorger beziehen – das spart bei stetig steigenden Strompreisen auf Dauer Geld. Nicht gebrauchten Solarstrom können Sie nach wie vor ins Netz einspeisen und sich vergüten lassen. Andererseits können Eigenverbraucher staatliche Förderungen nutzen, da der Kauf eines Stromspeichers noch bezuschusst wird und der Eigenverbrauch von Solarstrom bei kleinen Solaranlagen (bis max. 10 kW) abgabefrei ist.

Mal abgesehen von den wirtschaftlichen guten Gründen, die für eine PV-Anlage sprechen, werden Sie selbst zum umweltfreundlichen Energieproduzenten. Nutzen Sie die Sonnenstrahlen, um diese in Elektrizität umgewandelt in Ihrem Haushalt zu verwenden. So können Sie sich gleich doppelt freuen: über Ihre gesteigerte Unabhängigkeit vom Energieversorger und Ihre gesenkte Stromrechnung.

Ja. Die Anschaffung einer Solaranlage ist auch dann sinnvoll, wenn werktags alle unterwegs sind, zum Beispiel bei berufstätigen Partnern mit schulpflichtigen Kindern. Ein Einfamilienhaushalt kann mit einer PV-Anlage im Schnitt 25-30 % des erzeugten Solarstroms selbst nutzen. Einige Elektrogeräte im Haushalt  – wie beispielsweise der Kühlschrank, die Tiefkühltruhe im Keller oder die Klimaanlage – verbrauchen schließlich auch tagsüber Strom, während die ganze Familie unterwegs ist.

Der Eigenverbrauch, also der Anteil des Solarstroms, den Sie selbst verbrauchen, lässt sich auf bis zu 80 % steigern, sofern zur Solaranlage ein Stromspeicher hinzukommt. Den tagsüber produzierten und gespeicherten, aber ungenutzten Strom können Sie dann abends nutzen, wenn Ihre Spitzenlast auftritt, da die ganze Familie wieder zu Hause ist.

Je höher Ihr Eigenverbrauch ist, umso rentabler wird die Investition. Die Rentabilität hängt im Einzelfall von der Planung und Auslegung Ihrer PV-Anlage auf dem Dach, der Kapazität des Speichers und dem Stromlastprofil Ihres Haushalts ab – Fragen Sie dazu Ihren kompetenten Solarteur.

Tipp: Ist der Stromspeicher mit einem Energie-Manager ausgestattet, kann dieser als Kontrollzentrale sämtliche Stromflüsse zwischen PV-Anlage, Stromspeicher und allen im Haushalt über Funksteckdosen integrierten Geräten regeln – auch während Ihrer Abwesenheit. So lässt sich der Stromverbrauch durch zeitlich optimales Ein- und Ausschalten der verbundenen Geräte optimieren.

Ja, vorausgesetzt, man verbraucht so viel wie möglich des eigenen Solarstroms selbst – Stichwort Eigenverbrauch erhöhen. Wer heute seinen Strom aus der Solaranlage mit einem Stromspeicher nutzt, fährt damit günstiger, als mit dem Strompreis vom Energieversorger. Dieser hat sich in den letzten 20 Jahren nicht nur verdoppelt. Die Tendenz ist zudem weiter steigend. Verbraucher zahlen heute für Strom im Schnitt über 30 Cent pro kWh.

Hingegen liegen die Stromgestehungskosten für private PV-Anlagen (also die Kosten, die bei der Umwandlung von Solarenergie in elektrischen Strom anfallen) je nach Region zwischen 10 bis 13 Cent pro kWh. Damit kostet der eigens erzeugte Solarstrom nur halb so viel wie der Versorger-Strom aus der Steckdose.

Was Ihr Sparpotential nebenbei erhöht: Wer mehr Solarstrom erzeugt, als er verbrauchen oder im Stromspeicher speichern kann, speist diesen ins öffentliche Netz ein und erhält dafür die staatliche Einspeisevergütung. Zwar beträgt diese derzeit nur noch 9,44 Cent pro Kilowattstunde (Stand April 2020) und sinkt weiter. Jedoch ist Ihr großer Vorteil, dass die Ihnen gewährte Vergütung für die nächsten 25 Jahre gesetzlich gesichert ist und nicht weiter sinken kann.

Fazit: Je mehr selbst erzeugten Solarstrom Sie mit Hilfe eines Stromspeichers für sich nutzen, umso mehr Geld können Sie sparen. Wieviel Sparpotential in Ihrem Haus steckt, können Ihnen zuverlässige Anbieter von Solaranlagen individuell in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung ermitteln.

Der Eigenverbrauch ist die in einer Solaranlage erzeugte und in Elektrizität umgewandelte Strommenge an, die Sie direkt am Tag, wenn die Sonne scheint, im Haushalt nutzen können. Im Schnitt erreicht ein Einfamilienhaushalt werktags einen Eigenverbrauch von etwa 30 % des erzeugten Solarstroms. Das bedeutet: Sie verbrauchen 30 % selbst und speisen 70 % ins öffentliche Netz ein.

Als Betreiber einer Solaranlage mit zusätzlichem Stromspeicher können Sie Ihren Eigenverbrauch von vorher 30 auf bis zu 80 % steigern und müssen so weniger vom teureren Versorger-Strom beziehen. Der Stromspeicher speichert den bei Sonnenschein erzeugten Solarstrom und ermöglicht es Ihnen diesen später am Abend, wenn die Sonne längst untergegangen ist, zu nutzen.

Fazit: Je höher Ihr Eigenverbrauchsanteil durch Nutzung des eigenen, günstigeren Solarstroms ist, umso weniger wird davon in das öffentliche Netz eingespeist bzw. umso weniger Strom müssen Sie vom Stromversorger beziehen und teurer bezahlen.

Aus einer Photovoltaikanlage lässt sich mit verschiedenen gezielten Maßnahmen mehr herausholen. So schafft, wie bereits erwähnt, ein Stromspeicher dank integrierter Lithium-Ionen-Akkus Unabhängigkeit von Sonnenstrahlen, indem er den Solarstrom vom Tag speichert und später zum gewünschten Zeitpunkt für den Eigenverbrauch zur Verfügung stellt.

Da Ihre Solaranlage in den Mittagsstunden am meisten Strom erzeugt, lässt sich der Eigenverbrauch beispielsweise tagsüber durch den gezielten Einsatz von Waschmaschine, Trockner und anderen stromfressenden Elektrogeräten erhöhen.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Ausrichtung der Solaranlage. Um den höchsten Energieertrag zu erreichen, werden diese üblicherweise nach Süden ausgerichtet. Jeder Haushalt hat jedoch seine individuellen Zeiten, zu denen der Stromverbrauch am höchsten ist – bei den einen tritt die Spitzenlast morgens, bei anderen abends auf. Wer mit einer gezielt auf die persönliche Spitzenlast ausgerichteten PV-Anlage von der gängigen Süd-Ausrichtung etwas abweicht – also, je nach dem einige Grad mehr nach Osten oder Westen – kann ebenfalls seinen Eigenverbrauch erhöhen.

Kommt für Ihr Haus die Installation einer Wärmepumpe in Frage? Dann können Sie überschüssigen Solarstrom sinnvoll zur Warmwasserbereitung sowie zum Heizen oder Kühlen der Luft nutzen. Dabei kann Ihre Solaranlage bis zu 70 % des Stroms liefern, den Sie zum Betrieb der Pumpe benötigen.

Tipp: Wer bereits auf umweltschonendere Elektromobile umgestiegen ist, steigert seinen Eigenverbrauch auch, indem der Solarstrom zum Laden von E-Auto oder E-Roller genutzt wird – zum Beispiel nachts, wenn alle schlafen. Denn auch die eigene Ladestation am Carport oder in der Garage können Sie natürlich mit dem Energie-Manager des Stromspeichers verbinden.

Der Begriff Autarkie oder auch der Autarkiegrad steht für den Unabhängigkeitsgrad vom Stromversorger. Gemeint ist damit der Anteil des jährlich verbrauchten Stroms im Haushalt, der durch den Stromspeicher versorgt wird. Der Autarkiegrad steigt, je weniger Energie vom Versorgernetz bezogen und stattdessen als günstigerer Solarstrom selbst erzeugt und genutzt wird.

Eine Beispielrechnung: Der Stromverbrauch eines Einfamilienhaushalts liegt im Schnitt bei rund 4000 kWh pro Jahr. Mit einer Solaranlage ohne Stromspeicher liegt der Autarkiegrad bei ca. 30 %. Das heißt, 1200 kWh des gesamten Stromverbrauchs werden direkt durch die PV-Anlage abgedeckt und 2800 kWh vom öffentlichen Netz bezogen. Ist zudem ein Stromspeicher im Haus, lässt sich der Autarkiegrad auf bis zu 80 % erhöhen. Dabei nutzt man dann 3200 kWh des eigenen Solarstroms und muss nur 800 kWh aus dem teureren Versorgernetz beziehen.

Das kommt ganz darauf an. Je nach dem, ob neben der Solaranlage auf dem Dach auch ein Stromspeicher angeschafft wird, oder nicht.

  • Bei einer Solaranlage ohne Stromspeicher Mit einer PV-Anlage können Sie den bei Sonnenschein am Tag erzeugten Solarstrom sofort und direkt für die Geräte im Haushalt nutzen. Sollten Sie tagsüber nicht zu Hause sein und dadurch der Stromverbrauch im Haus sinken, wird der überschüssige produzierte Strom Ihrer Solaranlage ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet (staatliche EEG-Vergütung). An Tagen, an denen Sie im Haushalt mehr Strom verbrauchen, als Ihre PV-Anlage erzeugen kann, zum Beispiel abends nach Sonnenuntergang oder wenn der Himmel wolkenbedeckt ist, beziehen Sie den benötigten Strom automatisch aus dem Versorgernetz.
  • Bei einer Solaranlage mit Stromspeicher Der Stromspeicher dient dazu, den im Haushalt nicht benötigten Strom der Solaranlage für eine spätere Nutzung zu speichern. So wird Ihr Energiebedarf auch zu Zeiten durch Strom aus dem Speicher abgedeckt, wenn kein Sonnenstrom produziert wird. Während Sie und Ihre Familie also tagsüber außer Haus sind, wird der Solarstrom vom Dach zunächst weiterhin direkt im Haushalt genutzt. Wird dabei mehr Strom produziert als benötigt, wandert der überschüssige Solarstrom in die Akkus des Stromspeichers. Ab Abend dann, wenn die Sonne untergegangen ist, oder wenn der Himmel bewölkt ist, versorgt Sie der Stromspeicher mit der eigenen Energie.

Wenn die Solaranlage mehr Strom produziert, als Sie im Haushalt tagsüber verbrauchen, wird der Überschuss im Stromspeicher gespeichert. Sind die Akkus des Stromspeichers voll geladen, wird der mehr produzierte Solarstrom weiter ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dort wird er nach aktuellem EEG-Tarif vom Netzbetreiber vergütet – aktuell mit 9,44 Cent pro kWh (Stand April 2020) und in der monatlichen Abschlagrechnung vergütet.

Hinter der Abkürzung EEG steht das Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien oder auch Erneuerbare-Energien-Gesetz genannt. Das im Jahr 2000 verabschiedete Gesetz hat u. a. zum Ziel, die Neu- und Weiterentwicklung von Stromerzeugungstechnologien aus erneuerbaren Energien in Deutschland zu fördern. So sollen auch die volkswirtschaftlichen Kosten durch Energie-Import gesenkt und gleichzeitig der Klimaschutz vorangetrieben werden.

Das EEG regelt zudem den Vergütungstarif, mit dem der Staat die Erzeugung von Solarstrom durch einen festgelegten Vergütungssatz für die Einspeisung von Strom ins öffentliche Stromnetz fördert.

Tipp: Die EEG-Einspeisevergütung sinkt tendenziell. Wer zum Stromselbstversorger werden will, sollte die Entwicklung deshalb gut im Auge behalten und sich gegebenenfalls schnell entscheiden. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht jedes Quartal die aktuellen Fördersätze, die sich auf die Summe der installierten Leistung aller geförderten Solaranlagen bezieht.

Die Höhe der Einspeisevergütung richtet sich nach Faktoren wie Zeitpunkt der Inbetriebnahme, Größe der Anlage (je kleiner, desto mehr) sowie nach Typ (Freifläche oder Gebäude). Bei einer für Ein- bis Zweifamilienhäuser typischen Solaranlage mit einer maximalen Leistung bis 10 Kilowatt beträgt die Vergütung aktuell 9,44 Cent pro Kilowattstunde (Stand April 2020). Dieser Vergütungssatz wird für 20 Jahre gezahlt und über die Zeit auch garantiert konstant.

Weder der Wechsel Ihres aktuellen Anbieters, noch Ihres Stromtarifs ist mit einer neuen PV-Anlage nötig – es sei denn, Sie können dadurch weiter Kosten sparen. So ist es zum Beispiel empfehlenswert, einen geringeren monatlichen Abschlag zu vereinbaren. Denn je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, umso weniger Strom benötigen Sie vom Stromversorger.

Tipp: Sofern Sie nicht schon jetzt Ihren Strom von einem Ökostromanbieter beziehen, lohnt spätestens mit der Installation einer Solaranlage der Wechsel – denn so werden Sie mit Ihrem eigenen Solarstrom und dem Ökostrom aus dem Netz zum 100%ig grünen Energieverbraucher.

Ja, denn auch mit Betrieb einer PV-Anlage in Verbindung mit einem Stromspeicher sind Sie nach wie vor ans öffentliche Netz angeschlossen und somit zu jeder Zeit mit Strom versorgt. Indem Sie aber günstigeren Solarstrom erzeugen und so viel wie möglich selbst nutzen, sinkt Ihr Verbrauch an teurerem Versorger-Strom, was auf Dauer Kosten spart.

Selbst wenn die PV-Produktion abbricht, beispielsweise bei Bewölkung oder Dunkelheit, oder bei einem Stromausfall des Netzbetreibers bleiben Sie autark – denn dann übernimmt der Stromspeicher die Notstromversorgung und versorgt Sie aus der gespeicherten Energie Ihrer PV-Anlage.

Pauschal lässt sich diese Frage kaum beantworten, da der individuelle Ertrag von verschiedenen Faktoren abhängt. So nimmt zum Beispiel der Standort erheblichen Einfluss auf die Ertragserwartung. Während im Süden Deutschlands vielerorts ein jährlicher Stromertrag von über 1000 kWh pro Kilowatt Anlagenleistung erreicht werden kann, fällt dieser im Norden deutlich geringer aus.

Zudem beeinflussen auch der Eigenverbrauchs-Anteil sowie die Größe der Solaranlage die Rendite. Zwar sind für größere PV-Anlagen die Anschaffungs- und Betriebskosten pro Kilowatt Leistung geringer. Jedoch bietet eine kleine Solaranlage (bis max. 10 kW) die Vorteile, dass nicht nur die EEG-Umlage entfällt, sondern sich auch ein höherer Eigenverbrauch leichter erreichen lässt. Mehr eigenen Solarstrom selber nutzen heißt, weniger ins öffentliche Netz einspeisen – was sich bei aktuell niedrigen Einspeisevergütungen kaum rechnet – und weniger vom teuren Netzstrom beziehen.

Tipp: Um Ihre Solaranlage zu planen und den für Ihr Haus individuell möglichen Ertrag genauer zu ermitteln, nutzen Sie am besten einen Solarrechner. Werfen Sie hierzu unter https://… einen Blick auf den Ersparnis-Rechner von HYCUBE!

Ja, das ist möglich. Doch wenn Sie nicht Besitzer des Hauses, sondern lediglich der Mieter sind, müssen einige rechtliche Bedingungen erfüllt sein, damit eine Solaranlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz installiert werden kann:

  • Sie müssen alleiniger Mieter des Hauses sein
  • Es darf nur einen Stromzähler im Haus geben, auf welchen Sie einen Stromliefervertrag mit einem Energieversorger abgeschlossen haben
  • Es darf keine Unterstromzähler geben, die den separaten Stromverbrauch anderer Mietparteien messen
  • Sie müssen Letztverbraucher des erzeugten Solarstromes sein, d.h. nur Sie als einziger Mieter verbrauchen den Strom der Solaranlage
  • Sie benötigen die Erlaubnis Ihres Vermieters, anhand eines Pachtvertrages, das Dach für eine Solaranlage nutzen zu dürfen

Nur wenn alle Bedingungen erfüllt sind, können Sie eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen und den erzeugten Strom selber nutzen.

Alles kann, nichts muss. Sollte ein Vermieter in eine Solaranlage auf dem Dach seines Mietshauses investieren, kann er den erzeugten Strom an die Mieter verkaufen. Hinter diesem sogenannten Mieterstrommodell steckt die Idee, lokal produzierten Strom auch lokal zu verbrauchen. Ein Vermieter kann seine Mieter jedoch nicht zwingen, den Solarstrom bei ihm zu kaufen. Er muss ihnen das Recht einräumen, jederzeit zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Wohnen viele Mietparteien in einem Haus und machen von dem Solarstrom Gebrauch, kann sich die Solaranlage sowohl für den Vermieter, als auch für die Mieter durchaus lohnen, da der selbst produzierte Strom günstiger ist, als der Strom vom Energieversorger. Ein Preisvergleich des vom Vermieter angebotenen Solarstroms mit dem Strom des Energieversorgers lohnt sich somit allemal.

Der Eigenverbrauch ist die in einer Solaranlage erzeugte und in Elektrizität umgewandelte Menge an Solarstrom, die Sie direkt am Tag, wenn die Sonne scheint, im Haushalt selbst nutzen können. Wer seinen Eigenverbrauch erhöht, braucht weniger vom teureren Versorgerstrom und spart damit Geld. Diese Tipps helfen Ihnen, den Eigenverbrauch zu erhöhen und so den grünen Strom aus der Solaranlage noch effizienter zu nutzen.

Merke: Ein höherer Eigenverbrauch bedeutet geringere Stromkosten durch mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromversorger

  1. Zu allererst: Stromfresser aussortieren.
    Ermitteln Sie mit einem Stromverbrauchsmesser alle Stromsauger im Haus und trennen Sie sich zeitnah davon. Also raus mit Standby-Geräten, alten Glühbirnen oder antiquierten Elektrogeräten wie dem 15 Jahre alten Kühlschrank. Je geringer Ihr Stromverbrauch im Haushalt ist, umso größer wird der Anteil, den Sie mit Sonnenstrom decken können.
  1. Zeitschaltuhren für Waschmaschinen und Trockner nutzen
    Haben Ihre Waschmaschine und Trockner eine eingebaute Zeitschaltuhr? Dann nutzen Sie diese, um die Geräte tagsüber zu verwenden. Haben die Geräte keine integrierte Zeitschaltuhr, können Sie diese auch einzeln im Handel kaufen und zum Ein- und Ausschalten der Geräte am Tag nutzen.

  2. Stromfresser nacheinander einschalten

    Lassen Sie Elektrogeräte mit höherem Stromverbrauch wie beispielsweise Spülmaschine, Trockner, Waschmaschine, Ofen und Staubsauger nicht zeitgleich, sondern nacheinander laufen. Indem Sie die so am Tag die Spitzenlast reduzieren, ermöglichen Sie Ihrer Solaranlage, den Strombedarf zu decken.

  3. Akku- und batteriebetriebene Geräte besser tagsüber aufladen

    Nutzen Sie die sonnigen Tageszeiten, um Geräte mit Akku- oder Batteriebetrieb aufzuladen – dazu können Laptops, Mobiltelefone ebenso gehören wie kabellose Rasierapparate und Zahnbürsten, Akku-Staubsauger, Werkzeugmaschinen oder der E-Roller.

  4. Nicht benutzte Stand-by-Geräte ausschalten

    Stand-by Geräte wie Fernseher, Computer, DVD-Player, Spielekonsole, Mikrowelle oder Radio gelten bekanntermaßen als schleichende Stromverbraucher. Der ständige Bereitschaftsmodus führt zu einem stetigen Basisverbrauch. Am besten, Sie schalten diese Geräte, wann immer sie nicht benutzt werden, ganz aus.

  5. Solaranlage mit Stromspeicher kombinieren

    Wer die Solaranlage noch effizienter nutzen und seinen Eigenverbrauch unabhängig von Sonnenlicht steigern will, schafft dies in Kombination mit einem Stromspeicher. Der tagsüber erzeugte aber nicht verbrauchte Solarstrom wird in den Lithium-Ionen-Akkus gespeichert und kann auch nach Sonnenuntergang genutzt werden. So lässt sich der Eigenverbrauch von rund 30 % auf bis zu 80 Prozent erhöhen.

  6. Wärmepumpe nachrüsten

    Auf der Suche nach einem alternativen Heizsystem? Dann könnte die Nachrüstung einer Wärmepumpe eine umweltfreundliche Lösung sein. Der Stromverbrauch zum Betrieb der Pumpe ist relativ gering, sodass die Solaranlage bis zu 70 % davon liefern kann. So können Sie überschüssigen Solarstrom zur Warmwasserbereitung oder zum Heizen nutzen. Angesichts der Investitionskosten sollten Sie sich vorher fachlich gut beraten lassen, ob Ihr Haus die nötigen Voraussetzungen erfüllt, welche Art von Wärmepumpe sich für Sie lohnt und ob Sie die staatliche Förderung erhalten.